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07.09.2010
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Die bürgerfreundliche, höfliche Berliner Polizei – Eine kleine Geschichte zum Nachdenken.


Was tut die Berliner Polizei gegen das „Abfackeln“ von Nobelkarrossen? Wie wir aus der Presse entnehmen können – nichts. Jedenfalls ist uns noch keine Verhaftung eines der Gewalttäter zu Ohren gekommen. Aber wehe der Steuer zahlende Berliner Bürger beleidigt einen Schornsteinfeger oder ein schmächtiges Männlein greift angeblich einen Hühnen von Schornsteinfeger an. Dann gibt´s eine saftige Strafe von 2500 Euro auf dem Verwaltungswege und wird ins Gefängnis Plötzensee gesperrt, wenn er die Strafe nicht bezahlen kann.  

Übrigens: Die „Plötze“ ist ein geschichtsträchtiger Ort. Dort wurde, laut Zuckmayer, auch schon der Hauptmann von Köpenick wegen Entwendung eines Ausweisformulars eingesperrt. Ein Ausweisformular, das ihm wenig freundliche Polizisten eines preussischen Obrigkeitsstaates verweigert hatten. Die Freundlichkeit der Berliner Polizei und das Einhauen auf friedliche und im Grunde genommen harmlose Bürger scheint in Berliner Polizeikreisen also seit mehr als hundert Jahren geradezu symptomatisch zu sein. 

Hier die Chronologie der Ereignisse, geschildert von einem Freund des Opfers polizeilicher und schonsteinfegerlicher Willkür:

Donnerstag 27.5.2010: 

13.00 Uhr
Anruf von Helmut Ostberg mit der Bitte um sofortigen Beistand als Zeuge. 10 min.später war ich auf seinem Grundstück wo ich zwei junge Frauen und einen Mann im Blaumann -Schlüsseldienst wie er sagte -, die ich nicht kannte, antraf. Ein weiterer Mitstreiter von Helmut Ostberg traf ein. Als Helmut hinzu kam wiesen sich alle drei fremden Personen nicht aus, wobei die eine weibliche Person einen nicht vom Richter unterschriebenen Haftbefehl vorlegte.

Helmut Ostberg forderte sie auf, sein Grundstück zu verlassen und ging mit Ihnen auf die Strasse. Darauf forderte die sogenannte Gerichtsvollzieherin einen Funkwagen an.

13.20 Uhr
Eintreffen des Funkwagens.Bestückt mit 30 jähriger Frau und ca. 40 jährigem sehr barschen Mann.
Dieser forderte nach Rücksprache mit sog.Gerichtsvollzieherin Helmut Ostberg auf in das Auto einzu steigen. Als Helmut Ostberg versuchte die Rechtslage zu klären,wurden Ihm rückwärts Handschellen angelegt und in das Auto verfrachtet. Vorher hatte Frau Polizistin weitere Hilfe anfgefordert, weil angeblich die Situation zu eskalieren drohte. Man beachte das Kräfteverhältnis: Drei Rentner gegen fünf junge Vertreter der Staatsmacht.

13.35 Uhr
Eintreffen des zweiten Funkwagens, besetzt mit einer ca.30 jährigern dicken Polizistin und einem ca .40 jährigem Mann. Es kam die Aufforderung Videoaufnahmen durch einen unserer Mitstreiter zu unterlassen und anschließend wurde die Videokamera gegen Quittung beschlagnahmt.

13.45 Uhr
Eintreffen des dritten Funkwagens mit Blaulicht zur Verstärkung. Schließlich hatte man es noch immerhin mit zwei freien friedlichen Rentnern und einem handbeschellten Helmut Ostberg zu tun. Nun stand das Kräfteverhälnis zwei freie Rentner zu neun Vertretern der Staatsmacht. Eine wirklich gefährliche Situation für die Polizisten und die „Herrin des Verfahrens“.

Die eintreffenden Polizisten dachten, sie würden zu einer Schlägerei gerufen.

Unsere Bitte an aufmerksame Nachbarn doch als Zeugen hinzuzukommen wurde von den Polizisten barsch verweigert und statt dessen wurden die Personalien der beiden Rentner aufgenommen. Offensichlich scheute man bei dieser beschämenden Aktion die Öffentlichkeit.

Eine weitere Aufforderung an einen Polizisten, Helmut Ostberg die Handschellen abzunehmen wurde zunächst verweigert und erst nach einer halben Stunde erfüllt, nachdem der zu 100% schwerbeschädigte Helmut Ostberg an den Händen deutliche Druckstellen aufwies. 

Eine Hausdurchsuchung fand nicht statt, weil die Gerichtsvollzieherin angeblich ihr Ziel erreicht hatte.

14.30 Uhr
Der Tross setzte sich in Bewegung und verließ mit Helmut Ostberg den Tatort.

Anmerkung:
Alle Polizistinnen und Polizisten legitimierten sich nicht. Die Aufforderung die Namen der an der Aktion beteiligten Zivilpersonen durch die Polizei festzustellen, wurde abgelehnt mit der unverschämten Bemerkung „Man könne ja einen Antrag stellen.“

 

 

 

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