www.schornsteinfegermonopol.de und www.schornsteinfeger-ade.de
07.09.2010
Sie befinden sich hier: Wir und was wir wollen / Zum Internetauftritt /
Zu unserem Internetauftritt:
Warum dieser Internetauftritt?
Diese Website beschäftigt sich kritisch mit dem weltweit einzigartigen deutschen Schornsteinfegermonopol. Einem Monopol, das weniger der Sicherheit des Bürgers sondern ausschließlich der Sicherheit des Einkommens der Schornsteinfeger dient. Und auch nach dem neuen Schornsteinfegergesetz wird das Monopol nur unwesentlich gelockert.
Unser Ziel ist nicht die Abschaffung des Schornsteinfegers, sondern die Liberalisierung des deutschen Schornsteinfegerwesens.
Das derzeit rigoros und rücksichtslos an den Bürgern durchexerzierte Monopol paßt nicht mehr in eine Demokratie des mündigen und selbstverantwortlichen Bürgers und hat aufgrund des technischen Fortschritts in der Heizungs-, Regelungs- und Überwachungstechnik die Existenzberechtigung verloren. Als steuerlich hoch belastete Bürger sehen wir es nicht mehr ein, dass wir für die "Reinigung" oder "Prüfung" sauberer Schornsteine und für übertrieben häufige Immissionsschutzmessungen hohe Gebühren bezahlen. Auch haben wir es satt, den Rabauken unter den Schornsteinfegern Zugang zu unseren Häusern gewähren zu müssen, nur weil eine uneinsichtige Behörde nicht in Lage ist bürgerfeindliche Schornsteinfeger zur Ordnung zu rufen.
Unseren Freunden wünsche ich viel Spass an der Freud´ und unseren weniger guten Freunden manchen Ärger und auch ein wenig Nachdenklichkeit beim Surfen auf dieser Website.
Wie kam es zu diesem Internetauftritt?
Im Jahre 2001 wurde die Heizung in meinem Haus erneuert und vom Bezirksschornsteinfegermeister Rolf W. aus D. "abgenommen". Für wenige Minuten Arbeit bekam ich eine gepfefferte Rechnung in unverständlicher Form. Als ich den Herrn Schornsteinfeger um Erläuterung der Rechnung bat, hatte er die Ursprungsrechnung in zwei Rechnungen aufgeteilt, die in der Summe um 111 DM höher ausfielen als die ursprüngliche Rechnung. (Ausführlicher Bericht siehe "Die doppelte Rechnung" unter "Unsere Erfahrungen")
Nun erfolgte ein mühsamer und nutzloser Gang durch Institutionen der Schornsteinfeger und der staatlichen Schornsteinfegerbürokratie:
Herr O. von der Schornsteinfegerinnung Südhessen in Langen meinte: Ich solle mir das nicht gefallen lassen, aber er habe keinen Einfluß auf den Herrn Bezirksschornsteinfeger Rolf W. und gab mir den freundlichen Rat, es doch bei der Schornsteinfegerbetreuungsstelle auf dem Landratsamt in Dieburg zu versuchen.
Die freundliche Dame der Schornsteinfegerstelle beim Landratsamt beriet sich telefonisch mit dem Herrn Bezirksschornsteinfeger Rolf W. und kam dann zu dem Ergebnis, dass alles "seine Richtigkeit" habe.
Frau M. von der Schornsteinfegerstelle beim Regierungspräsidenten in Darmstadt meinte "das dürfe er nicht" und wollte mir auch nicht helfen.
Ein freundliches Schreiben an Zentralverband der Schornsteinfeger in Sankt Augustin bei Bonn wurde überhaupt nicht beantwortet. Dort spricht man offensichtlich nur mit zu Ehrenschornsteinfegern ernannten Politikern, Ministerialbeamten und Regierungspräsidenten, aber nicht mit dem neuerdings lauthals propagierten "Schornsteinfegerkunden".
Ein ebenso freundliches Schreiben an den Landesinnungsverband Hessen wurde mit dem lakonischen Hinweis abgewimmelt, dass ich mich an die Schornsteinfegerinnung in Langen wenden solle.
Mit letzterem Schreiben war ich wieder am Ausgangspunkt meiner Aufklärungsbemühungen angekommen oder, wie der Volksmund sagt, "Die Katze hatte sich in den Schwanz gebissen".
Ja, wenn der Schornsteinfeger ein "normaler" Handwerker wäre, wäre die Sache ganz einfach zu lösen: Er würde von mir keinen Auftrag mehr erhalten und die Sache wäre erledigt. Aber der Schornsteinfeger ist ein "Handwerker" der ganz besonderen Sorte: Er braucht meine Aufträge nicht. Er darf mir in meinem eigenen Haus sogar "Heisse Ohren" androhen und ich als Kehrgebührenpflichtiger muß ihm immer, und immer wieder Zutritt zu meinem Haus gewähren.
Was bleibt mir dann anderes übrig, als mich mit einer Webseite an die Öffentlichkeit zu wenden?